Therapie

Wurde bei einem Menschen ein Cochlea Implant (CI) eingesetzt, so muss dieser den Umgang und das Hören damit trainieren.

Die Hörtherapie findet auf verschiedenen Ebenen statt:

In extremen Fällen wird zunächst wird auf Geräusch- Ebene gearbeitet. Alltagsgeräusche sollen erkannt und richtig zugeordnet werden. Des Weiteren geht es um das Vergleichen und Unterschieden von Geräuschen und Tönen in Rhythmus, Dauer und Tonhöhe.

Im Anschluss erarbeitet man die Silben-, Wort- und Satzebene. Werden Wörter/ Einsilber oder einfache Sätze verstanden? Es werden Übungen mit verdecktem oder offenem Mundbild durchgeführt.
Auf Silbeneben muss aus ähnlich klingenden Silben eine Vergleichssilbe erkannt werden (ata-aka; Vergleichssilbe: aka).

Auch das Erkennen prosodischer Merkmale (Sprachmelodie) im Satz spielt eine wichtige Rolle in der Hörtherapie:
"Komm wir essen Opa."
"Komm, wir essen, Opa."
Satzzeichen (und somit auch Betonungen) retten Leben!

Um den Alltagsbezug zu trainieren, werden Übungen in geschlossenen (Closed Set) und offenen Settings (Open Set) durchgeführt.

Closed Set:
> Verstehen von Zahlen, Preisen und Uhrzeiten
> Verstehen von geübten und bekannten Wörtern
> Verstehen von Sätzen (Sätze innerhalb eines semantischen Kontexts)
> themenbezogenes Telefonieren

Open Set:
> Verstehen von nicht geübten und unbekannten Wörtern
> Verstehen von Sätzen (Sätze ohne Kontext)
> Telefonieren ohne Thema

Da im Alltag häufig äußere Geräuschquellen (Störschall) das Verstehen beeinträchtigen, wird auch dies in der Therapie geübt. Auch das Richtungshören und Übungen zum Mundablesen sind Bestandteil der Hörtherapie.

Folgende Therapeutische Mittel werden eingesetzt:
> Audiolog
> "Richtig Üben - Richtig Verstehen" (Bogar - Sendelbach)
> Übungen mit CD's und Lösungsbogen (Bogar - Sendelbach)